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Bildungswerk Inzigkofen

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Aktuelles


Autorinnenlesung von Eva Christina Zeller: Eine Recherche über drei Generationen

Am Mittwoch, 15. Juli, liest die Autorin Eva Christina Zeller („Unterm Teppich – Roman in 61 Bildern“) im ehemaligen Kloster Inzigkofen aus ihrem Buch „Muttersuchen“. Ein Roman, und doch mehr als ein Roman. Eine Recherche in Gegenwart und Vergangenheit über drei Generationen und Orte hinweg: Großvater, Mutter, Tochter. Da ist der Großvater in der Nacht der Geburt seiner Tochter. Da ist seine Tochter, die 16 Jahre später nach Bosnien reist. Da ist schließlich die Erzählerin, die ihrer Mutter viele Jahre später folgt. Zellers vielstimmige Recherche ist ein Familienroman, ein Reiseroman, ein Erinnerungsroman. Begleitet wird Eva Christina Zeller von Albrecht Boeckh am Flügel. Die Moderation des Abends und die kulturhistorische Einordnung liegen bei der Kulturwissenschaftlerin Christel Köhle-Hezinger. Die Veranstaltung der Volkshochschule in Kooperation mit dem Bildungswerk Inzigkofen findet um 19:30 Uhr im Kapitelsaal des alten Klosters Inzigkofen statt; eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. 


Neues Buch „5 x Inzigkofen“ wird vorgestellt: Landschaft, Kloster, Park, Dorf und Volkshochschule

Am Dienstag, 21. Juli 2026, 19.30 Uhr, wird im Kapitelsaal des ehemaligen Klosters Inzigkofen das Buch „5 x Inzigkofen: Landschaft – Kloster – Park – Dorf – Volkshochschule“ öffentlich vorgestellt. Das vom ehemaligen Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber mit finanzieller Unterstützung des Bildungswerks und des Fördervereins der Volkshochschule Inzigkofen herausgegebene Buch portraitiert auf 304 Seiten in 13 Beiträgen und 154 Abbildungen die Landschaft, Geschichte und Kultur Inzigkofens mit ihren unterschiedlichen Facetten. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bernd Gombold gibt Edwin Weber einen bebilderten Einblick in das neue Buch, ehe dann in kurzen Lesungen Kostproben daraus einmal zu Alltag, Frömmigkeit und Konflikten im Kloster Inzigkofen um 1750 und zum anderen aus einer zeitgenössischen Schilderung von Volkshochschulheim und Dorf Inzigkofen um 1950 gegeben werden. Die Buchvorstellung wird von einem Bläserensemble des Musikvereins Inzigkofen mit zu den fünf Themen des Buches passenden Musikstücken umrahmt. Zum Abschluss der Veranstaltung lädt das Bildungswerk zu einem Stehempfang ein und kann das neue Werk an einem Büchertisch zum Preis von 25 Euro erworben werden. Ab 22. Juli ist das Buch bei der Gemeindeverwaltung, im Klosterladen der Volkshochschule sowie im Buchhandel erhältlich.

 

 

Inzigkofen hat in Geschichte und Gegenwart stets eine mehrfache Bedeutung: Neben dem gleichnamigen Dorf bezeichnet es ein halbes Jahrtausend lang ein geistlich und kulturell bedeutendes Frauenkloster. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht Inzigkofen für die Sommer- und Nebenresidenz des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen in dem zu einem klassizistischen Schlösschen aufgehübschten ehemaligen Klosteramtshaus. Dessen „Grüner Salon“ ist der in den 1810/20er Jahren angelegte englische Landschaftspark zu beiden Seiten der Donau, der mit seinen herausragenden Sehenswürdigkeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum „Lustwandeln“ für die Bevölkerung geöffnet wird und seit dem Eisenbahnanschluss 1878 auswärtige Naturliebhaber und Touristen nach Inzigkofen lockt. Und schließlich ist Inzigkofen mit der Volkshochschule seit 1948 eine in den gesamten deutschsprachigen Raum ausstrahlende Stätte der Erwachsenenbildung, die sich in den ehemaligen Klostergebäuden angesiedelt hat. 

Das Buchcover der Neuerscheinung „5 x Inzigkofen: Landschaft – Kloster – Park – Dorf – Volkshochschule“


Liedermacher und Autor Franz Wohlfahrt mit Soloprogramm „Zeitenwende“ in Inzigkofen

Mit Poesie und Musik im Soloprogramm „Zeitenwende“ ist der Liedermacher und Autor Franz Wohlfahrt am kommenden Donnerstag, 23. Juli 2026, um 19.30 Uhr zu Gast in Inzigkofen. Auf Einladung des Bildungswerks präsentiert er im besonderen Ambiente des Kreuzhofs im ehemaligen Kloster Inzigkofen open air eigene Lieder und unterhaltsam-tiefgründige Wortbeiträge, die er theatralisch in Szene setzt. Die Lebensspuren der Menschen sind dabei ebenso ein Thema wie die Liebe und ein gesundes Leben in Achtsamkeit, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, ermäßigt 3 Euro. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in den Kapitelsaal des früheren Klosters verlegt.

 

 

Nachdem Franz Wohlfahrt über zwei Jahrzehnte mit verschiedenen Musikformationen seine Kompositionen und Sichtweisen auf das Leben auf zahlreichen Bühnen in Oberschwaben und darüber hinaus präsentiert hat, hat er jetzt ein Soloprogramm erarbeitet. Wie von ihm bekannt, kommen seine Themen aus der Welt, in der wir leben, brennen unter den Nägeln und fordern heraus. Dabei hat der Liedermacher sowohl das Große und Ganze wie auch das Kleine im Großen im Blick. Er wählt dazu eine bildkräftige Sprache, die wohltuend und treffsicher ist und eine nachhaltige Wirkung erzeugen kann. Dabei variiert er zwischen schwäbischer Mundart, in der sich manche Themen im Leben am besten ausdrücken lassen, und Hochsprache, Lied und Gedicht. 

Der Liedermacher und Autor Franz Wohlfahrt


Inzigkofer Museumstag öffnete Sehenswürdigkeiten rund um das ehemalige Kloster und den Fürstlichen Park

 Bei harter Terminkonkurrenz mit Festen in umliegenden Ortschaften präsentierte sich am 6. Juli Inzigkofen bei einem Museumstag mit seinen herausragenden kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten rund um das ehemalige Kloster und den Fürstlichen Park der Öffentlichkeit. Neben Führungen im Klostermuseum, im Bauernmuseum, in der Einsiedlerkapelle, im Kräutergarten und im Fürstlichen Park sowie einer spannenden Kloster-Rallye und einem Bildertheater für Kinder stießen das von Karl Anton Löffler vom Schwäbischen Albverein demonstrierte Sensenmähen und Hoiza-Stellen, zwei traditionelle bäuerliche Techniken der Heuernte, auf das besondere Interesse der Besucher. An Tischen und Bänken rund um den großen Nussbaum beim Bauernmuseum gab es eine Bewirtung mit Kaffee und Kuchen zu Gunsten der anstehenden Sanierung der historischen Klosterkirche.

 

Im Klostermuseum im spätgotischen Mesnerhaus erlauben ausgewählte „Schätze“ Einblicke in die Frömmigkeit, den Alltag, das kunsthandwerkliche Schaffen sowie die materiellen Grundlagen des früheren Augustinerchorfrauenstifts. Das Bauernmuseum in der ehemaligen Klosterökonomie dokumentiert den Strukturwandel der Landwirtschaft durch die Mechanisierung, Elektrifizierung und Motorisierung der Hof- und Feldarbeit. In der barocken Einsiedlerkapelle beeindrucken das von Joseph Ignaz Wegscheider 1740 geschaffene Deckenfresko einer Verkündigung Mariens und die Replik des Gnadenbilds von Einsiedeln von 1732. Der von Fürstin Amalie Zepyhrine und ihrem Enkel Erbprinz Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegte Fürstliche Park verbindet die spektakuläre Landschaft am Ostausgang des Donaudurchbruchs durch die Schwäbische Alb mit von Menschenhand geschaffenen Sehenswürdigkeiten, darunter neuerdings eine Hängebrücke über die Donau. Der vom Naturschutzbund Sigmaringen gepflegte Kräutergarten vermittelt mit seinen über 250 verschiedenen, mit Infoschildern benannten Pflanzen Wissen über alte und neue landwirtschaftliche Kulturpflanzen, Heil- und Küchenkräuter, Blumen der Bauerngärten.

Karl Anton Löffler demonstrierte beim Inzigkofer Museumstag das Stellen und Befüllen von Hoiza zum Trocknen von Heu. Foto: Peter Volkert


Betriebsführung im Nonnenhof stößt auf großes Interesse:  Ingenieurbüro Kovacic stellt sich der Öffentlichkeit vor

Rund 50 Interessierte lauschen den Ausführungen von Geschäftsführer Hansjörg Madlener und von Dr. Edwin Ernst Weber zur Gegenwart und Geschichte des Nonnenhofs (Foto: Gerhard Klein)

Auf großes Interesse mit rund 50 Teilnehmern stieß die am 9. April 2025 vom Bildungswerk Inzigkofen in der Reihe „Einheimische Unternehmen stellen sich vor“ angebotene Betriebsführung beim Ingenieurbüro Kovacic in der ehemaligen Kaserne und dem späteren „Grünen Zentrum“ auf dem Nonnenhof oberhalb von Laiz. In einem Rundgang durch die modern und ansprechend ausgestatteten Arbeitsplätze und Besprechungsräume stellte dabei Co-Geschäftsführer Hansjörg Madlener das 1985 von Fritz Kovacic gegründete Ingenieurbüro mit seinen mittlerweile nahezu 40 Beschäftigten vor, das seit 2021 seinen Firmensitz – zunächst als Mieter der Stadt Sigmaringen und seit 2023 als Eigentümer – in der einstigen Militäranlage hat. Das Unternehmen ist vor allem für kommunale Auftraggeber in den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Verkehrsplanung, Erschließungsplanung, Kanalsanierung, Ingenieurbauwerke und der damit verbundenen Bauüberwachung tätig. Über die Saulgauer Baufirma Reisch als weiteren wichtigen Auftraggeber betreute das Ingenieurbüro in den zurückliegenden Jahren auch verschiedene Großprojekte in wie außerhalb der Region, so etwa das Münchner Volkstheater, die Johann-Pachelbel-Realschule in Nürnberg oder auch den Neubau der Berta-Benz-Schule in Sigmaringen.

 

Wichtig ist der Geschäftsführung nach Aussage von Madlener die Einbindung der Mitarbeiter und ihrer jeweils besonderen Fähigkeiten und Perspektiven in die Weiterentwicklung des Unternehmens sowie die Schaffung eines vertrauensvollen Betriebsklimas. 16 Mitarbeiter haben vor einigen Jahren das Angebot der Geschäftsführer angenommen und sind zu Mitgesellschaftern des Ingenieurbüros geworden, um diesem beim bevorstehenden Generationenwechsel eine Zukunft als eigenständiges Unternehmen zu sichern.

 

 

Ergänzend zur Betriebsführung erläuterte der ehemalige Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber die wechselvolle Geschichte des Nonnenhofs durch die Jahrhunderte: Die auch an den wechselnden Benennungen ablesbare Entwicklung führte dabei vom Wirtschaftshof der ehemaligen Burg Neugutenstein („Gebrochen Gutenstein“) über den land- und forstwirtschaftlich genutzten „Nonnenhof“ des Franziskanerinnenklosters Laiz bis zur Errichtung einer Kaserne 1939-41 und deren Nutzung als Funkzentrale der deutschen Abwehr im 2. Weltkrieg und sodann die Belegung zunächst durch die französische Armee von 1945 bis 1957 und in der Folge durch die Bundeswehr bis 1994. Zuletzt war der Nonnenhof von 2000 bis 2021 das „Grüne Zentrum“ der Landkreisverwaltung und beherbergte die Fachbereiche Landwirtschaft und Straßenbau und zeitweise auch Forst. Verblieben ist neben dem Ingenieurbüro die Geschäftsstelle der Kreisbauernverbandes Biberach-Sigmaringen in einem Nebengebäude der ehemaligen Kaserne.


Vortrag "Der Klimawandel im Raum Sigmaringen" online abrufbar

Der vom Bildungswerk Inzigkofen und weiteren Partnern am Montag, 15. Juni 2020, veranstaltete Livestream-Vortrag "Der Klimawandel im Raum Sigmaringen. Phänomene und Trends der lokalen Wetterbeobachtung" mit Roland Roth, Gründer und Leiter der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried, und dem Inzigkofer Wetterbeobachter Ewald Schuler ist auf großes Interesse gestoßen. Ein Mitschnitt des Vortrags kann in der Mediathek über folgenden link aufgerufen und angeschaut werden: 

  

https://youtu.be/fLQD5aXaSkY

 

 

 

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